In Dortmund wurde Hanna Lis geboren, eine von fünf kreativen Schwestern.
Sie studierte Kunst mit den Schwerpunkten Malerei, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik in Hannover, Stuttgart und Berlin und war viele Jahre als Kunstpädagogin im Hannoverschen Raum tätig.


Hanna Lis geht in ihren Werken vom Gegenständlichen aus. Landschaften, Bäume. Porträts, Himmelsgestirne sind ihre Themen. Die Bildgegenstände werden durch ihre besondere Art der Gestaltung seltsam verrätselt. Sie zeigen sowohl Einsamkeit als auch Einzigartigkeit der Momente.

Es
sind Bilder der Suche, des Fragens, voller neugierigen Staunens, die aus der Nähe - aber auch aus der Distanz - Antworten suchen. Es sind besinnliche, aber auch sinnliche Bilder, Bilder wie sie nur von einer Frau gemalt werden können .

Das Zeitüberschreitende, Sichtbarmachen von Transzendentem ist das Thema von Hanna Lis.

Der Traum, die Fantasie, das Hinschauen, das Hinspüren, das Aufnehmen von Umgebung, Licht und Temperatur verändern die Bilder und führen teilweise zu einem überhöhten Farbrealismus. Doch wie, wenn nicht in diesen dramatischen Farbüberwürfen, lässt sich die Wechselwirkung von Leben und Sterben darstellen? Nein, es sind keine Fantasiebilder von Bäumen, Menschen oder Landschaften, es sind schmerzvolle Bilder, die sich mit Trennung auseinandersetzen.

Lassen wir uns auf die Bilder der Hanna Lis ein, so bemerken wir eine überraschende Unterschiedlichkeit der Inhalte, wobei wir einige Bilder sehen, bei denen wir die Gegenständlichkeit bezweifeln. Aber auch die unzweifelbar gegenständlichen Bilder sind nicht eindeutig. Nicht so eindeutig wie die Wirklichkeit.