Menschenbild

Ein paar Worte zu den Porträts, von denen mich die Serie der "Z" immer wieder bewegt, diese Aufeinanderfolge von vier Bildern, die ein ganzes Leben darstellen und nachvollziehbar machen.

Da ist zuerst die dynamische junge Frau, die mit ihrer strahlenden Vitalität den Rahmen des Bildes sprengen möchte. Dieser jugendliche Mutwille verändert sich in dem zweiten Bild zu reifer Willensstärke.
Wir sehen eine selbstbewusste Frau, die mit klaren Konturen mitten im Leben, im Bild steht, eine Frau, die sich kritisch beobachtend und sensibel ihrer Umwelt stellt. Der Bruch zum nächsten Bild könnte größer nicht sein:
Wir erleben einen schwindenden Menschen, eine Frau, die müde und mild nur noch ein Schatten ihrer Selbst ist, die den Rahmen verlässt, um dann im letzten Bild von uns zu gehen.
Das sie umhüllende Gold, das Jenseits, hat bereits einen Teil ihres Gesichtes bedeckt. Aber das, was wir noch sehen können, ist nicht mehr die leidende "Z".
Die sterbende "Z" ist wieder jung und strahlend, und mehr noch:
Der Tod überschüttet sie mit bunten Lichtpunkten aus dem Jenseits – welch eine Verheißung.

Hanna Lis muss dieser Frau sehr nahe gewesen sein.